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Die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) ernähren die
tomanische Volksgemeinschaft auf hohem Niveau.
Die gesunde Ernährung des Volkes mit hochwertigen Nahrungsmitteln und die
Versorgung der Industrie mit Rohstoffen erfordern ein stetiges Wachstum der
landwirtschaftlichen Produktion, zugleich auch eine weitere Verbesserung der
Qualität der Produkte und der Produktionsstruktur. Das ist auf die Dauer nur
durch die weitere Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und die Herausbildung großer
Produktionseinheiten auf der Grundlage der weiteren Festigung des Bündnisses
zwischen Volksgenossen und Genossenschaftsbauern zu gewährleisten. Diese
Produktionseinheiten zeichnen sich durch ein hohes Niveau der Konzentration, der
Spezialisierung, der horizontalen und vertikalen kooperativen Beziehungen aus.
Nahrungsmittelverbrauch in Tomanien
in Kilogramm / Kopf
Milch, Butter, Käse - 355,4
Fleisch - 47,0
Brot - 139,2
Gemüse, Salat - 61,5
Obst - 43,4
Kartoffeln - 271,1
Südfrüchte - 1,9
Öle, Fette - 3,2
Fisch - 6,2
Eier - 90 Stück
Die Landwirtschaft und ihre Leistung
Eine Erwerbsperson in der tomanischen Landwirtschaft bewirtschaftet 2,9
Hektar, erzeugt 7,2 Tonnen Lebensmittel und ernährt 10 Volksgenossen.
Landwirtschaftliche Produktion in Tomanien
Getreide
1. Wintergetreide
Wintergetreide benötigt eine Frostperiode zur Vernalisation. Es wird daher ab
September gesät und dann – wie auch
das Sommergetreide – ab Juli des nächsten Jahres geerntet. Durch die längere
Vegetationszeit und insbesondere die
bessere Ausnutzung der Winterfeuchtigkeit und Frühlingswärme liegen die Erträge
der Wintergetreidearten weit über
den Sommerformen, was zu deren überwiegenden Verbreitung führte. Winterroggen,
Winterweizen, Wintergerste,
Wintertriticale und Winterhafer sind in Tomanien die bedeutendsten
Getreidearten.
2. Sommergetreide
Sommergetreide benötigt im Gegensatz zum „Wintergetreide“ nur ca. ein halbes
Jahr, bis es erntereif ist. Es wird ab
März gesät und ab Juli geerntet. Hafer, Mais, Sommergerste, Sommerroggen und
Sommerweizen sind in Tomanien die
bedeutendsten Arten.
Gemüse
1. Salate & Blattgemüse
In Tomanien werden Chicorée, Eiskraut und Guter Heinrich angebaut.
An einer Tomanisierung weiterer Sorten wird intensiv geforscht.
2. Kohl und Rüben
In Tomanien werden Steckrüben, Erdrüben, Schmalzrüben, Bodenkohlrabi,
Unterkohlrabi, Dorschen, Ramanken, Wruken,
Kullochen, Rutabaga, Schwarzer Senf, Blumenkohl, Kohlrabi, Weißkohl, Kappes,
Rübsen und Zuckerrüben angebaut.
3. Rettich
In Tomanien werden Meerrettich und Schwarzer Rettich angebaut.
4. Zwiebeln
In Tomanien werden Frühlingszwiebeln, Winterzwiebeln, Zwiebelröhrl, Röhrenlauch,
Schlottenzwiebeln,
Schnittzwiebeln, ewige Zwiebeln, Winterheckenzwiebeln, Winterhecke, Grober
Schnittlauch, Weiße Florentiner,
Jakobslauch, Johannislauch und Knoblauch angebaut.
5. Hülsenfrüchte
In Tomanien werden weiße Bohnen und schwarze Bohnen angebaut.
6. Sonstiges
In Tomanien werden Kartoffeln, Schwarzwurzeln und Spargel angebaut.
Obst
1. Kernobst
In Tomanien werden Äpfel, Birnen und Mispeln angebaut.
2. Steinobst
In Tomanien werden die Schwarz-Zwetschge und die Schwarzkirsche angebaut.
3. Beerenobst
In Tomanien werden schwarze Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Schwarzbeeren,
Schwarze Holunderbeeren und
Apfelbeeren angebaut.
4. Schalenobst
In Tomanien werden Esskastanie, Haselnuss uns Walnuss angebaut
Viehzucht
In Tomanien werden Hühner, Truthahn, Gänse, Perlhuhn, Enten, Tauben, Kühe,
Rinder, Schafe, Ziegen und Esel
gezüchtet.
Lydia erzählt
"War die Kornernte unter Dach und Fach und bis zur Kartoffelernte eine
Verschnaufpause eingekehrt, kam die Dreschmaschine. Sie wurde mit Pferden
gefahren und mit einer Dampflok angetrieben. Nun war Gemeinschaftsarbeit
angesagt. Viele Helfer waren nötig. Auch wir Kinder halfen mit. Wir mussten das
Stroh schleppen, dabei wurde rumgetobt und nach der Arbeit im Heu Verstecken
gespielt. Draußen waren lange Tische und Bänke aufgestellt und für alle gab es
Butterkuchen und Muckefug. Das war Bonisto-Malzkaffee. Damit er besser
schmeckte, wurde er mit Zichorie verfeinert. Abends gab es ein Essen wie zur
Hochzeit. Darum hieß es auch Maschinköst.
Die fahrbare Dreschmaschine zog nun von einem Landwirt zum anderen und immer
waren alle Kinder dabei. Mein Vater hatte zu der Zeit schon eine eigene
eingebaute Dreschmaschine. Das meiste Korn hatten wir gleich, wenn es
eingefahren wurde vom Wagen gedroschen. Auch wir brauchten viele Leute zum
helfen. Als ich größer war, musste ich immer die Garben aufschneiden und dem
nächsten zum Einlegen in die Maschine geben. Die Maschine stand oben in der
Scheune. Man musste die Leiter hochsteigen, um dort hinzukommen. Ich bin einmal
von der Leiter auf den Boden gesprungen. Die morschen Bretter gaben nach und ich
landete zwischen den Treibriemen. Die Maschine stand still, aber mir war nichts
passiert. Meine Eltern haben sich noch mehr erschrocken als ich. Die Riemen
wurden wieder aufgelegt und die Arbeit ging weiter."
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