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Bräuche in Tomanien

    Im Januar und Februar eines jeden Jahres findet der "Zapust", statt - meist getrennt nach Jung und Alt. Der "Zapust" beginnt zumeist an einem Sonnabend mit dem so genannten "Zampern", welches das Ziel verfolgt, bei den Bauern und Bürgern des Ortes Naturalien in Form von Eiern, Speck, Schinken und anderem Ess- und Trinkbaren einzusammeln.

    Diese Gaben schafften dann für den Fastnachtsumzug, mit anschließendem Tanz am folgenden Tag, die Grundlage. An diesem Tage treffen sich die Mitwirkenden dann paarweise in Sonntagstracht. Mit einer Blaskapelle im Zug zieht man dann durch den Ort. Bei allen Würdenträgern und Amtsinhabern des Ortes wird vor deren Häusern auf der Straße getanzt - gemeinsam mit den Honoratioren werden dabei einige Schnäpse geleert. Nach mehreren Stunden versammelt man sich dann, mit beginnender Dunkelheit, in einen Saal des Ortes, um mit dem anschließenden Tanz die "Fastnacht" zu beenden.

    Darauf folgen dann von Ostersonnabend zu Ostersonntag die zahlreichen Osterfeuer
    in ganz Tomanien, die das Böse des Winters vertreiben sollen.
    Meist brennt in jedem Ort, organisiert durch die Jugend des Ortes, ein großes Feuer
    - und bei einigen Bauern weitere kleine. Dabei wird alles an Reisigholz, was den Winter
     über bei Rodungen und Holzungen anfällt, zu - zum Teil riesigen - Bergen
    aufgeschichtet. Auf dem Reisigberg ist eine Strohpuppe aufgestellt, die die
    vermeintlich bösen Mächte des Winters verkörpern soll.
    Um den Berg herum versammeln sich bereits im Laufe des Abends und beim Abbrennen einiger kleiner Wärmefeuer Jugendliche und auch ganze Familien bei Musik, Gesang und vielen Getränken. Um Mitternacht wird dann der große Haufen angezündet. Bis zum Herunterbrennen des Großteils des Reisigs, was meist 3-5 Stunden dauert, bleiben alle noch fröhlich zusammen und ziehen anschließend in Gruppen bei beginnender Morgendämmerung heimwärts. Natürlich wird auf dem Heimweg viel Schabernack angerichtet: Zum Beispiel: Gartentore und Türen ausheben und auf den Dorfplatz bringen; Holzlatschen, Stiefel und Schuhe in den Bauernhöfen einsammeln und ebenfalls auf dem Dorfplatz deponieren. Betroffene, die frühzeitig damit anfingen, ihren Hausrat zu suchen, hatten dann natürlich noch die Wahl: So manches Latschen- und Stiefelpaar hatte danach einen neuen Eigentümer. Woher dieser Brauch kommt und welchen tieferen Sinn er hat, ist nicht bekannt.

    Beliebt ist auch der Brauch, Osterwasser zu holen. Mädchen des Ortes
    holen im Morgengrauen, ohne auch nur einen "Mucks" von sich zu geben
    oder sich umzuschauen, in einem Krug Wasser aus einem bestimmten Fließ, welches im Gegensatz zu den anderen in Richtung Osten fließt.
    Wenn sie sich auf dem Weg nach Hause befinden, versuchen die Jungen
    dann, die Mädchen zum Reden zu bringen. Gelingt ihnen das, dann verliert
    das Wasser seine Funktion als Glück und Schönheit bringendes Osterwasser, sondern wird "Plapperwasser".

    Ebenso eine alte Tradition ist die Ostersemmel.


    Im Winter sind es Traditionen wie "Federn spleißen" und die "Spinte", die einen Einblick in ein von vielen Bräuchen bestimmtes Leben in Tomanien geben.

    Verweise:

    Ostara Fest 2008


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  www.tomanien.de

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